Bericht zum Netzwerktag am 13.03.2024

Am 13. März 2024 fand der zweite Netzwerktag des zweiten Schulhalbjahres 2023/2024 an der Emil-Possehl-Schule statt. Neben den LiVs und den Ausbildungslehrkräften waren auch die Schulleitung, der Ausbildungskoordinator sowie die Abteilungsleitung Metalltechnik eingeladen. Als Moderatorin leitete Maike Heitling die Teilnehmenden durch den Tag. Mit der Begrüßung durch den Ausbildungskoordinator Herrn Schuhr startete der spannende und informative Netzwerktag. Auch diesmal versorgte Herr Schuhr die Teilnehmenden mit Erfrischungen, Snacks und reichlich frischen Vitaminen.

Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Unterrichtes in Wirtschaft und Politik von Jan Peters zum Thema „Leistungsstörungen in Vertragsbeziehungen“. Als Einstieg stellte er seinen Unterricht vor. Die gezeigte Stunde fand in der Klasse FMV23 statt. Die 12 Schüler besuchen die Fachschule in der Vertiefungsrichtung Maschinentechnik und werden die zweijährige Ausbildung als staatlich geprüfte Techniker abschließen.

Der Unterricht ist im Lernfeld 2, „Strukturen und Prozesse eines Unternehmens erfassen, steuern und optimieren“ angesiedelt und verknüpft anhand einer sehr authentischen Lernsituation Aspekte des Vertragsrechts mit Themen des Qualitätsmanagements. Die Lernenden wurden in die Rolle des technischen Einkaufs versetzt und erhielten eine Sprachnachricht der fiktiven Geschäftsleitung mit dem Auftrag, drei mangelbehaftete Lieferungen bezüglich der Leistungsstörungen zu analysieren. Daraus sollten Handlungsvorschläge erarbeiten und der Geschäftsleitung anhand kurzer Notizen vorgestellt werden. Nachdem die Lernenden in einer kurzen Arbeitsphase die Vorgehensweise zusammentrugen, erhielt jede der drei Arbeitsgruppen ein Wareneingangsprotokoll. Auf dieser Basis wurden die Abweichungen vom Soll-Zustand ermittelt. Unter Verwendung der vorab erarbeiteten ereignisorientierten Prozessketten (EPKs) wurden nun die jeweiligen Leistungsstörungen identifiziert und rechtlich begründete Handlungsvorschläge erarbeitet. In der anschließenden Präsentationsphase stellen alle Gruppen ihre Arbeitsergebnisse vor. Da jedes der Wareneingangsprotokolle unterschiedliche Abweichungen aufzeigte, entstanden verschiedene Argumentationen und Handlungsempfehlungen, die eine Reihe von möglichen Situationen abbildeten. Die gesamte Lernsituation war sehr realistisch und spannend angelegt, sodass die Lernenden sehr motiviert und engagiert den Auftrag bearbeiteten und die Resultate im Plenum und mit der Lehrkraft diskutierten. Vielen Dank für den tollen Unterricht.

Nach der Stunde begaben sich die Teilnehmer wieder zurück in den Raum 15.3 und bereiteten die Feedbackrunde vor. Das Feedback orientiert sich dabei an der „Unterrichtsanalyse nach Riecke-Baulecke“ und wird durch individuell gesetzte Beobachtungsschwerpunkte der unterrichtenden LiV ergänzt. Nachdem Jan Peters seinen Unterricht reflektierte, stellten die anderen Teilnehmer ihre Tipps und Tops vor. Ergänzt wurde das Feedback zum Unterricht durch eine Rückmeldung zum Unterrichtsentwurf und der Reflektion.

Am Nachmittag präsentierte Björn Siefke das Konzept des Lernzirkels anhand der von ihm entwickelten Lernzirkel für den Unterricht in der Holztechnik, der Metalltechnik und dem WiPo-Unterricht. Nachdem die Methode besprochen und erste Fragen geklärt wurden, wurde es praktisch. Björn Siefke führte die Teilnehmenden in drei Unterrichtsräume, in denen die Lernzirkel aufgebaut waren. So konnten die einzelnen Stationen ausprobiert und selbst erlebt werden. Diese praktische Demonstration erlaubte einen interessanten Einblick in andere Fachrichtungen. Gleichzeitig wurde eine Reihe von Ideen und Gedanken ausgetauscht, wie dieses spannende und sehr aktivierende Konzept in den eigenen Unterricht eingebracht werden könnte. Einen herzlichen Dank an Björn Siefke für diesen tollen Einblick in die eigene Arbeit und den offenen Austausch.

Text und Bilder: Christian Rommel

 

Zurück